Übersicht Kündigung aus Arbeitnehmersicht

Wer eine Kündigung von seinem Arbeitgeber bekommt, macht sich oft Sorgen und fragt sich, was dies denn genau bedeutet, was man vielleicht dagegen tun kann und was dabei beachtet werden muss.

Wenn Ihnen der Arbeitgeber die Kündigung erklärt, bedeutet dies, dass er "einseitig", d.h. ohne dass er dafür Ihre Zustimmung braucht, das Arbeitsverhältnis beenden möchte. Je nachdem, was für eine Kündigung Sie erhalten haben – etwa eine "ordentliche" fristgemäße Kündigung oder eine "außerordentliche" fristlose – kann dies bedeuten, dass Sie Ihren Job innerhalb einer bestimmten Frist oder sogar sofort los sind.

Eine Kündigung müssen Sie aber nicht einfach so hinnehmen! In vielen Fällen ist es möglich, sich mit einer sog. Kündigungsschutzklage dagegen zur Wehr zu setzen.

Dies kann dann ggfs. dazu führen, dass Sie Ihren Arbeitsplatz wiederbekommen oder dass Sie eine Abfindung, also eine bestimmte Geldsumme, für den Verlust Ihres Arbeitsplatzes erhalten.

Wichtig ist es im Falle einer Kündigung immer schnell zu handeln, da es Fristen zu beachten gibt und man nur wenige Wochen Zeit hat, gegen eine Kündigung vorzugehen!

Hier unsere aktuellen Aufsätze zum Thema Kündigung:


Wirksamkeit der Kündigung

Die Kündigung eines Arbeitsvertrages bedarf zunächst einmal zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Das heißt, dass die Kündigung handschriftlich vom Kündigenden bzw. einem gesetzlichen oder bevollmächtigten Vertreter unterschrieben sein muss. Die "im Auftrag" unterschriebene Kündigung ist daher regelmäßig unwirksam, wenn nicht die Auslegung etwas anderes ergibt, so etwa nach Auffassung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz.

Wird die Kündigung durch einen Bevollmächtigten erklärt, ist sie unwirksam, falls die Vertretungsbefugnis nicht gleichzeitig mit einer Originalvollmacht nachgewiesen wird und der Gekündigte die Kündigung aus diesem Grund unverzüglich zurückweist. Diese Regelung gilt zum Beispiel nicht, wenn der Vollmachtgeber den Gekündigten von der Bevollmächtigung zuvor in Kenntnis gesetzt hatte.

Eine Angabe der Kündigungsgründe im Kündigungsschreiben ist in aller Regel entbehrlich. Dies gilt nicht für die Kündigung gegenüber einer Schwangeren (§ 9 Mutterschutzgesetz) oder die Kündigung eines Berufsausbildungsverhältnisses nach Ablauf der Probezeit (§ 22 BBiG).

Der zu kündigende Arbeitnehmer soll im Kündigungsschreiben darauf hingewiesen werden, dass er sich spätestens drei Monate vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder, wenn zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate liegen, innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend melden muss und eigene Aktivitäten bei der Suche nach einer Arbeitsstelle erforderlich sind. Eine Voraussetzung für die Wirksamkeit der Kündigung ist dies aber auch nicht. Der Arbeitgeber ist allerdings verpflichtet, den Gekündigten zur Meldung bei der Arbeitsagentur von der Arbeit unter Fortzahlung der Vergütung freizustellen.

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